News von Defibtech in Deutschland

17.07.2021 - Bad Neuenahr-Ahrweiler - Defibrillator an Feuerwehr gespendet

Die Tragödie, dass so viele Menschen ihr Leben bei der Flutkatastrophe verloren haben, ist unbeschreiblich und lässt auch uns nicht unberührt. Viele haben alles verloren, was sie sich ihr lebenlang aufgebaut haben. Die unzähligen Einsatzkräfte der Katastrophenschutzeinheiten, sowie den vielen privaten Helferinnen und Helfern haben unseren großen Respekt und Anerkennung.

Auch wenn es nur eine kleine Geste ist, freuen wir uns, die fleißigen Helfer der Feuerwehr Bad Neuenahr-Ahrweiler, mit einer Defibrillator Spende unterstützen zu können. Wir hoffen, dass alle Beteiligten gesund bleiben.

Herzliche Grüße das Defibtech Deutschland Team

14.06.2021 - Schwäbisch Hall - 9 KTWs des DRK Schwäbisch Hall mit Defibtech Defibrillatoren ausgestattet

Wir freuen uns sehr über den Ausbau der Zusammenarbeit mit dem DRK Schwäbisch Hall. Hier werden auf den Krankentransportwagen Defibtech Lifeline AEDs als Rettungsmittel mitgeführt.

Zur erfolgreichen Vorbereitung auf den Ernstfall einer Reanimation stiftete Defibtech, zusammen mit dem lokalen Vertriebspartner, der Firma RKB Medizinbedarf GmbH ansässig in Wurmlingen bei Tuttlingen, ein Trainingsgerät. Dieses ist für die Aus- und Fortbildung der Rettungshelfer und Rettungssanitäter die u.a. im Krankentransport auf den Fahrzeugen eingesetzt werden.

Wir Danken den Beteiligten und hoffen natürlich auf möglichst wenige solcher Notfälle.


Auf dem Bild zu sehen ist Niklas Goede (links) und Thomas Blümlein(rechts), Leiter Aus- und Fortbildung Rettungsdienst

27.05.2021 - Bad Segeberg - Beherzter Einsatz mit öffentlichem Defibrillator bei Bad Segeberg rettet Mann (65) das Leben

Im Rahmen „herzsicherer Ort“ wurden vor drei Jahren insgesamt 3 öffentliche Defibtech Lifeline Defibrillatoren in klimatisierten Aussenschränken in dem Ort bei Bad Segeberg, der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Schon jetzt hat sich die Anschaffung mehr als gelohnt.

Es ist ein Spätnachmittag Ende April, als die Ehefrau Ihren Mann (65 Jahre) leblos zu Hause auf dem Boden vorfindet. Drei Faktoren tragen nun maßgeblich zur erfolgreichen Lebensrettung bei: 1. Die betroffene Person wurde schnell aufgefunden und die lauten Hilferufe wurden im Haus gegenüber vom Schwiegersohn gehört. 2. Er erkennt die akute Bedrohungslage, es ist keine Atmung bei seinem Schwiegervater vorhanden 3. Geistesgegenwärtig holt er sofort den Defibrillator, der unweit des Hauses positioniert ist hinzu und wendet diesen erfolgreich an.

Die internen Aufzeichnungen des Defibrillators zeigen später einen Einsatz von über 10 Minuten an. In diesem Zeitraum wurden insgesamt 4 Defibrillator Stromstöße abgegeben. Dies verdeutlicht, wie bedrohlich die Lage war und das ohne den beherzten Einsatz mit zusätzlicher Hilfe des Frühdefibrillators, wohl keine Überlebenschance bestanden hätte. Der Rettungsdienst, sowie der Notarzt die beide nach ca. 10 Minuten vor Ort waren führten die Weiterversorgung fort und lobten explizit die hervorragende Erstversorgung.

Schon am Folgetag erwachte der Patient ohne Folgeschäden im Krankenhaus. Heute, 3 Wochen später, befindet sich der Patient in der Reha Therapie und ist auf dem besten Wege wieder vollständig zu genesen.

Durch eine neue dänisch-deutsche Initiative, genannt „Saving Live“ (https://savinglife.eu), organisatorisch unter dem Dach des ASB-Landesverbandes Schleswig-Holstein, sollen sich durch die Einbindung von Defibrillator Standorten und registrierten Erst-Helfern, solche Erfolgsmeldungen im gesamten Bundesland in Zukunft häufen. Dieser erfolgreiche Präzedenzfall wird hier sicher zur weiteren Motivation und dem Ausbau des Versorgungsnetztes beitragen.

Foto Beispielszene: Defibrillator Anwendung durch Nachbarschaftshilfe (Copyright Defibtech)

30.03.2021 - Düsseldorf - Neue ERC Wiederbelebungsleitlinien veröffentlicht

Der Europäische Rat für Wiederbelebung hat am 25.03.21 die neuen ERC 2021 Leitlinien veröffentlicht. Ursprünglich war das bereits für den Oktober im letzten Jahr geplant, wurde allerdings auf Grund der COVID-19 Pandemie verschoben. Basierend auf den neu veröffentlichten Leitlinien hat der deutsche Rat für Wiederbelebung (GRC) diese ins Deutsche übersetzt. Zudem wurden die Leitlinien im Rahmen eines (virtuellen) Kongresses, dem Reanimationsdialog am 27.03.21 detailliert erklärt.

Was ist die Zielsetzung?

Die Kernaussage von Professor Bernd Böttiger, Vorstandsvorsitzender des GRC lautet: „Unsere neuen Leitlinien haben klare Empfehlungen für jeden von uns und für die Politik. Es gibt einiges zu tun mit Blick auf einen frühen Beginn von Wiederbelebungsmaßnahmen. So können wir in jedem Jahr 10.000 Menschenleben zusätzlich retten“.

Was sind die Neuerungen im Bereich Basic Life Support (BLS)?

Das übergeordnete Ziel ist es hier, Konstanz in die empfohlene Vorgehensweise zu bringen. D.h. Änderungen gibt es nur dann, wenn neue Studien ein klares Signal geben oder eine Vereinfachung der Handhabung möglich ist. Aktuell gibt es hier keine Änderungen im Wiederbelebungsalgorithmus. Die Lehrbücher und Lehrgänge müssen nicht überarbeitet werden. Das bezieht sich auch auf die Defibrillatoren, die den Anwender durch die Schritte der Wiederbelebung führen. Hier ist aktuell und somit wohl auch für die nächsten 5 Jahre kein Softwareupdate notwendig!

Gibt es weitere Vorgaben speziell bzgl. der Defibrillatoren?

Zur Energiemenge steht hier im Wortlaut: „Ideally, the initial biphasic shock energy should be at least 150 J for all biphasic waveforms in order to simplify energy levels across all defibrillators, particularly because the type of waveform delivered by a defibrillator is not marked.“ 

Daraus ergibt sich sehr klar die Empfehlung mit der Energiemenge von 150J zu therapieren. Soll bei weiteren Schocks mit gleichbleibender oder erhöhter Energiemenge behandelt werden? Keine Studie kann eine verbesserte Wirksamkeit für die eine oder andere Methode nachweisen, daher bleiben beide Verfahren in Ihrer Möglichkeit bestehen.