BG BAU Förderung für Defibrillatoren beendet
August 27, 2026
Die BG BAU Förderung für Defibrillatoren (AED) ist ausgelaufen. Seit dem 1. Juli 2026 gehört die Anschaffung eines automatisierten externen Defibrillators nicht mehr zu den aktuell geförderten Arbeitsschutzprämien der BG BAU.
Für Unternehmen der Bauwirtschaft bedeutet das: Wer jetzt einen neuen AED für seine Baustelle oder seinen Betrieb anschafft, kann dafür nicht mehr die bisherige Förderung in Anspruch nehmen.
Doch auch ohne Zuschuss bleibt die entscheidende Frage:
Wie schnell kann im Ernstfall ein Defibrillator erreicht und eingesetzt werden?
Denn ein medizinischer Notfall richtet sich weder nach Förderprogrammen noch nach dem Standort.
Was hat sich bei der BG BAU Förderung geändert?
Die BG BAU hat ihr Programm der Arbeitsschutzprämien zum 1. Juli 2026 neu ausgerichtet. In diesem Zusammenhang wurden verschiedene bisherige Fördermaßnahmen zum 30. Juni 2026 eingestellt – darunter auch Defibrillatoren (AED).
Bis dahin konnten AEDs unter bestimmten Voraussetzungen gefördert werden. Die bisherige Arbeitsschutzprämie betrug:
50 % der Anschaffungskosten, maximal 700 Euro pro Defibrillator.
Die Förderung war insbesondere für Großbaustellen mit mindestens 100 gleichzeitig Beschäftigten sowie für kleinere Baustellen mit besonderen elektrischen Gefährdungen oder besonderen Rettungssituationen vorgesehen.
Übergangsregelung: Bereits gekaufte AEDs können noch förderfähig sein
Wichtig für Unternehmen, die ihren Defibrillator bereits vor dem Ende der Förderung angeschafft haben:
Die BG BAU weist auf eine Übergangsregelung für ausgelaufene Arbeitsschutzprämien hin.
Wurde ein grundsätzlich förderfähiges Produkt vor dem 30. Juni 2026 erworben, kann der Förderantrag laut BG BAU noch bis zu einem Jahr nach dem Kaufdatum gestellt werden.
Unternehmen sollten daher prüfen, ob für bereits angeschaffte Defibrillatoren noch ein Förderanspruch bestehen könnte.
Keine Förderung mehr – aber weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Notfallvorsorge
Das Ende der Förderung ändert nichts an der eigentlichen Aufgabe eines AEDs.
Kommt es zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand mit einem defibrillierbaren Herzrhythmus, kann ein AED einen entscheidenden Beitrag zur Wiederbelebung leisten. Dabei sind automatisierte externe Defibrillatoren speziell dafür entwickelt, auch von entsprechend eingewiesenen Laien eingesetzt werden zu können.
Gerade auf Baustellen können besondere Bedingungen hinzukommen:
- körperlich anstrengende Tätigkeiten
- weitläufige Baustellengelände
- wechselnde Arbeitsbereiche
- erschwerte Zugänglichkeit für den Rettungsdienst
- Arbeiten an abgelegenen Standorten
- besondere elektrische Gefährdungen
- große Entfernungen zwischen Arbeitsbereich und öffentlicher AED-Infrastruktur
Deshalb sollte die Entscheidung für einen Defibrillator nicht ausschließlich davon abhängig gemacht werden, ob seine Anschaffung aktuell finanziell gefördert wird.
Was bedeutet das für Unternehmen der Baubranche?
Unternehmen sollten ihre bisherige Strategie zur AED-Ausstattung jetzt überprüfen.
Wer die Anschaffung bislang aufgrund der BG BAU Förderung geplant hat, muss die Investition künftig ohne diese Arbeitsschutzprämie kalkulieren. Gleichzeitig lohnt es sich, nicht nur den reinen Kaufpreis eines Gerätes zu betrachten.
Bei der Planung einer langfristigen AED-Ausstattung spielen unter anderem folgende Punkte eine Rolle:
Standort:
Wo muss der AED angebracht werden, damit er im Notfall schnell erreichbar ist?
Wo muss der AED angebracht werden, damit er im Notfall schnell erreichbar ist?
Innen- oder Außenbereich:
Soll das Gerät beispielsweise im Baustellencontainer untergebracht werden oder wird eine wettergeschützte Außenlösung benötigt?
Soll das Gerät beispielsweise im Baustellencontainer untergebracht werden oder wird eine wettergeschützte Außenlösung benötigt?
Bedienbarkeit:
Das Gerät sollte im Ernstfall einfach und intuitiv eingesetzt werden können.
Das Gerät sollte im Ernstfall einfach und intuitiv eingesetzt werden können.
Verbrauchsmaterialien:
Batterien und Elektroden besitzen begrenzte Haltbarkeiten und müssen rechtzeitig kontrolliert beziehungsweise ersetzt werden.
Batterien und Elektroden besitzen begrenzte Haltbarkeiten und müssen rechtzeitig kontrolliert beziehungsweise ersetzt werden.
Wartung und Überwachung:
Auch nach der Anschaffung muss sichergestellt werden, dass der AED langfristig einsatzbereit bleibt.
Auch nach der Anschaffung muss sichergestellt werden, dass der AED langfristig einsatzbereit bleibt.
Einweisung:
Beschäftigte sollten wissen, wo sich das Gerät befindet und wie im Notfall vorzugehen ist.
Beschäftigte sollten wissen, wo sich das Gerät befindet und wie im Notfall vorzugehen ist.
Defibtech: AED-Lösungen speziell für Baustellen
Defibtech verfügt über langjährige Erfahrung bei der Ausstattung von Unternehmen und Baustellen mit Defibrillatoren.
Dabei betrachten wir nicht nur das eigentliche AED-Gerät, sondern die gesamte Lösung rund um den Standort.
Je nach Einsatzbereich können beispielsweise Defibrillator, Wandhalterung oder Schutzschrank sowie Wartungs- und Servicelösungen miteinander kombiniert werden.
Auch nach dem Ende der BG BAU Förderung möchten wir Unternehmen dabei unterstützen, eine wirtschaftlich sinnvolle und langfristige AED-Lösung für ihre Baustellen und Betriebsstandorte zu finden.
Sie planen aktuell die Ausstattung einer Baustelle oder möchten bestehende AED-Standorte überprüfen?
Sprechen Sie uns gerne an. Wir beraten Sie individuell zu Gerät, Standort, Zubehör, Wartung und langfristigem Betrieb.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wird ein Defibrillator noch von der BG BAU gefördert?
Nein. Die bisherige Förderung für AEDs ist zum 30. Juni 2026 ausgelaufen.
Ist ein Defibrillator auf Baustellen Pflicht?
Ein AED ist nicht pauschal auf jeder Baustelle vorgeschrieben. Unternehmen sollten jedoch im Rahmen ihrer Gefährdungsbeurteilung prüfen, ob ein Defibrillator für den jeweiligen Standort sinnvoll oder erforderlich ist.
Wer trägt die Verantwortung für die Erste Hilfe auf der Baustelle?
Grundsätzlich ist der Arbeitgeber bzw. Unternehmer dafür verantwortlich, eine wirksame Erste Hilfe zu organisieren. Dazu gehören geeignete Erste-Hilfe-Mittel, ausreichend Ersthelfer und eine funktionierende Rettungskette.
Welche Rolle spielt die Gefährdungsbeurteilung?
Sie ist entscheidend. Faktoren wie Baustellengröße, Mitarbeiterzahl, besondere Gefährdungen, elektrische Arbeiten, abgelegene Standorte oder lange Rettungswege sollten bei der Entscheidung für einen AED berücksichtigt werden.
Muss ein vorhandener AED kontrolliert werden?
Ja. Der Betreiber muss sicherstellen, dass das Gerät einsatzbereit bleibt. Dazu gehören insbesondere die Kontrolle von Batterie, Elektroden, Gerätestatus sowie die Einhaltung der geltenden Betreiberpflichten.
Müssen Mitarbeitende im Umgang mit dem AED geschult werden?
Der Umgang mit AEDs ist Bestandteil der Erste-Hilfe-Ausbildung. Zusätzlich sollten Beschäftigte und insbesondere Ersthelfer über den Standort und die betriebsspezifische Nutzung des AED informiert werden. Betriebliche Unterweisungen sind regelmäßig durchzuführen.
Wer ist für einen AED auf der Baustelle verantwortlich?
Der Betreiber sollte eindeutig festlegen, wer den AED kontrolliert, Verbrauchsmaterialien überwacht und die Einsatzbereitschaft sicherstellt. Ein Gerät allein reicht nicht – es muss dauerhaft funktionsfähig und erreichbar sein.
Warum ist ein AED gerade auf Baustellen sinnvoll?
Baustellen können weitläufig, schwer zugänglich oder abgelegen sein. Bis der Rettungsdienst eintrifft, können wertvolle Minuten vergehen. Ein direkt verfügbarer AED kann die Rettungskette sinnvoll ergänzen.
Kann ein AED auch im Außenbereich angebracht werden?
Ja. Dafür sollte eine geeignete Schutzlösung verwendet werden, die den AED vor Witterung und Temperaturschwankungen schützt.
Unterstützt Defibtech bei der Organisation?
Ja. Wir unterstützen bei Geräteauswahl, Standortplanung, Schutzschränken, Einweisung, Wartung und Überwachung der Verbrauchsmaterialien – auch nach dem Ende der BG BAU Förderung.
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