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Der Lebensretter von der Wand des TSV Etelsen

Oktober 21, 2022

Etelsen - Der Lebensretter von der Wand des TSV Etelsen

Elsten - September 2022.

Alles war wie immer. Die Ü65 des TSV Etelsen hatte ihr Spiel gegen die SG Visselhövede absolviert. Wie das am Schlosspark so üblich ist, kommen hinterher Etelser und Gäste noch zur dritten Halbzeit zusammen, auf eine Wurst und ein Getränk. Aus heiterem Himmel bricht Jürgen Kirschke aus Visselhövede zusammen. Nichts ist mehr wie immer. Es geht um Leben und Tod.

Uwe Kirschke, der Bruder des Zusammengebrochenen, und Manfred Rischkopf beginnen sofort mit der Herzdruckmassage. „Da reagiere ich, ohne groß nachzudenken“, sagt Rischkopf. Möglicherweise liegt es daran, dass der Polizeibeamte noch in ihm steckt. Aber das er bloß nicht groß nach vorne gestellt wird. „Ich bin kein Held.“ Der eigentliche Held hängt für den Etelser im Eingang zu den Umkleidekabinen im Vereinshaus am Schlosspark: ein Defibrillator.

Während Uwe Kirschke und Manfred Rischkopf mit der Herzmassage fortfahren, wird der Defi geholt – und kommt zum Einsatz. Das wird Jürgen Kirschke an diesem Tag das Leben retten, ist sich Olli (Oliver) Bender sicher. Der Rettungssanitäter ist beim TSV Etelsen über die Jahre unter anderem immer wieder als Trainer aktiv gewesen – und sitzt an diesem Tag in dem Rettungswagen, der zum Schlossparksportplatz fährt.

Er hat 2016 dem TSV Etelsen den Defibrillator vermittelt, kümmert sich mit seiner Firma um die Wartung. 650 Euro hat damals der Landkreis Verden als Unterstützung dazu gegeben, den Rest hat der TSV Etelsen selbst bezahlt. Auch für die Tennisplätze haben die Etelser einen Defi angeschafft. Mehr als sinnvoll angelegtes Geld, findet Manfred Rischkopf. Überhaupt sollten sich alle Vereine und Sportstättenbetreiber Gedanken machen, ob sie einen Defibrillator anschaffen. „Die Sportlerinnen und Sportler werden doch immer älter und Hilfe kann dann in solchen Extremfällen unmittelbar geleistet werden“, sagt der 74 Jahre alte Rischkopf, der neben Fußball auch noch Tennis spielt.

Als der Rettungswagen endlich am Schlosspark eintrifft, ist Jürgen Kirsche am Leben, bei Bewusstsein. Die Rettungssanitäter übernehmen, hier schon mit einem guten Gefühl. „Leider gibt es, viel zu oft Fälle, wo wir ankommen, und es ist nichts mehr zu machen.“ Dieser Patient ist dank Herzdruckmassage und Defibrillator zu stabilisieren und zu retten. Noch in der Nacht wird er mit dem Hubschrauber nach Bad Bevensen geflogen und operiert. Er bekommt Bypässe.

Rischkopf nimmt Kontakt auf, dem Sportskameraden aus Visselhövede geht es von Tag zu Tag besser. Beim nächsten (Pokal-)Spiel der Visselhöveder gegen Etelsen will er schon wieder zugucken und hat schon angekündigt, die Etelser im nächsten Jahr wieder auf dem grünen Rasen „ärgern“ zu wollen.

Man solle da jetzt bitte keine Heldengeschichte von machen, betont Manfred Rischkopf erneut beim Ortstermin mit Holger Brake, dem Vorsitzenden des TSV Etelsen, als der Reporter den Defibrillator sehen möchte. Aber Werbung für die Geräte, die wollen sie beide machen. So ein Gerät führt auch unerfahrene Helfer mittels Sprachansage, zu und durch die Hilfsmaßnahmen, erläutert Brake.

„Wir arbeiten jetzt auch an einem Erste-Hilfe-Kurs im Verein“, sagt der Vorsitzende. Auch wer noch keinen Kurs gemacht hat, soll im Falle der Fälle unbedingt helfen, so die Bitte. „Man kann nichts falsch machen. Nur überhaupt nichts machen, ist verkehrt“, sagt Brake. Manfred Rischkopf nickt: „Genauso ist es.“

Urheber/Quelle: "Achimer Kreisblatt/Mediengruppe Kreiszeitung" - Jens Wenck

 

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