AED Trainer für Ihre Erste Hilfe Kurse

Ein AED Trainer ist nun Pflicht in allen Erste Hilfe Kursen

Seit dem 1. Januar 2011 ist es vorgeschrieben, in jeden Lehrgang (Erste Hilfe-Ausbildung und Erste Hilfe-Training) der Berufsgenossenschaften (BG) die Demonstration eines AED Trainers zu integrieren. So ist es im aktuellen Grundsatzdokument der „Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung“, BGG, GUV-G 948 mit dem Titel „Ermächtigung von Stellen für die Aus- und Fortbildung in der Ersten Hilfe“ festgelegt . Zwei Jahre sind seither vergangen. Zeit ein Fazit zu ziehen, denn nicht nur die BG, sondern auch die Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe (BAGEH) empfiehlt die Anwendung von AEDs durch geschulte Laienhelfer.

Trainer AED - Was ist das? Wie funktioniert so etwas? Was muss beachtet werden?

Dies sind die Fragen, die nun seit einem Jahr in den Erste-Hilfe-Kursen durch eine kurze Demonstration beantwortet werden. Eine Studie des Klinikums der Universität München, im Jahr 2007 hatte ergeben, dass bei Eintreffen des Rettungsdienstes „in mehr als der Hälfte der Fälle bei gegebener Indikation keine Kopfüberstreckung, keine Atemspende und keine Herzdruckmassage durchgeführt worden war“. Kann eine kurze Vorstellung des Frühdefibrillators wie von der BG im EH Kurs gefordert diese Statistik verbessern? Die Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe (BAGEH) sieht das anders. Sie legt in der Version von 2009 fest, dass die Mindestanforderung für Ersthelfer auf dem Gebiet der Wiederbelebung mit Defibrillator zwei Unterrichtsstunden (je 45 Minuten) umfasst und somit also einen extra Aufwand bedeutet.

Praktische Übung mit dem AED Trainer kostet extra

Die Kosten für die EH-Ausbildung werden von der zuständigen Berufsgenossenschaft übernommen. Dies gilt jedoch nicht für den extra AED Aufwand - die von der BAGEH geforderten zwei Unterrichtsstunden zur praktischen Übung mit dem Trainer AED. Die Folge sind: Eine Beschränkung der Kurse auf die bisherigen Inhalte mit kurzer Abhandlung des Defibrillators, die Verlängerung der Kurse wird aus Kosten- und Zeitgründen in den seltensten Fällen durchgeführt. Das „Zeigen“ des Defibrillators findet nun in allen BG Kursen, gemäß der Vorgaben, statt und hilft der Bekanntmachung, also der Allgemeinbildung im Bezug auf das Vorhandensein der Geräte. Die Angst vor deren Benutzung kann nur in praktischen Übungen genommen werden, denn viele Menschen helfen nicht, weil sie eben Angst haben etwas falsch zu machen. Fazit: Sei es auch seitens der BG mit einem erheblichen Aufwand verbunden, den Laien mit einer umfassenden Aufklärung und praktischen Schulung in kardiale Notfälle wie das Kammerflimmern einzuführen, wäre dies die Basis für eine Verbesserung der Erstversorgung in Deutschland.